Womit beginnen?Bei /8ern ist bei der Besichtigung insbesondere das Augenmerk auf die bereits erfolgten Korrosions – Reparaturarbeiten zu richten insbesonders darauf ob sie zumindest halbwegs fachgerecht durchgefürt wurden. ![]() Bild: So schön wie auf dem Serviertablett fein geputzt und ohne aufgetürmte Kittschichten sowie frei von Korrosion ist jedenfalls keiner mehr, es sei denn er fuhr vom Fließband direkt ins Werksmuseum Wissend, dass ausnahmslos an jedem bereits Schweißarbeiten stattgefunden haben stellt sich somit die Frage wann und wo, respektive von wem. Ein Blick auf den Tachometer ist wenig aufschlußreich, der Zähler ist lediglich fünfstellig. 116 000 oder 216 000, vielleicht sogar 316 000km? ![]() Bild: Hier fällt lediglich auf, dass nachträglich kein Zubehör eingebaut wurde, das Radio ist fast so alt wie das Auto. Die meisten Exemplare sind nicht allzu teuer, normalerweise erzielen sie Preise zwischen € 200 und € 2500, letzteres wenn sie tatsächlich wenig gefahren worden sein sollten. ![]() Bild: So sieht das Frühstadium des Rostfraßes aus – Durchrostung der Kofferraummulde von innen nach außen, das ist der "Auftakt". In der Folge ist zu eruieren wo tatsächlich schon (andere) Rostlöcher beseitigt wurden. Dies deshalb, weil im Falle unsachgemäßer Reparaturen der Aufwand diese neben den bestehenden Rostschäden auch noch zu beheben beträchtlich mühsamer werden kann als wären da und dort "nur" einfach Löcher zu beseitigen wo sie nicht hingehören. Nicht vergessen: Rostig sind sie alle, ob es nun sichtbar ist oder nicht. |
Bei diesem Exemplar wurde – zumindest seit geraumer Zeit –
keine Neulackierung durchgeführt, die weiteren Untersuchungen ergeben, dass
weder Haube, Kofferaumdeckel, Kotflügel noch Türen je demontiert waren,
das Fahrzeug kann demnach als "unrestauriert"
gelten. ![]() Bild: Anzeichen für gröbere Unfallschäden fehlen, üblicherweise wären diese die Ursache für intensive Durchrostungen Nach einigem Suchen wird bei näherem besehen der vorderen Endspitzen der Schweller sichtbar, dass die Schottbleche unter den Kotflügeln erst vor wenigen jahren demontiert wurden und darunter Schweißarbeiten stattgefunden haben, das passt zum Gesamtbild, das sind die Zobnen der /8 - Karosserie an der das Übel des Rost seinen Anfang nimmt. ![]() Bild: Zu inspizieren sind Endspitzen der Schweller und Radläufe, selbstverständlich auch die Türunterkanten. Endlich: Wie schließen die Türen? Einpassen ist immer eine unangenehme Arbeit. Sehr aufschlußreich sind die hinteren Radläufe, so gut wie alle /8er haben bereits nach wenigen Jahren an dieser Stelle Durchrostungen und deshalb Reparaturbleche aufgesetzt ("aufgedoppelt") erhalten, dieses Exemplar noch nicht, man erkennt es daran ob sich die Kanten dicker anfühlen als sie sein sollten. Der Tausch kompletter Kotflügel wurde selten durchgeführt und meist nur nach Unfallschäden. Bei diesem Exemplar sind die hinteren Kotflügel noch original. ![]() Bild: Auch die vorderen Kotfügel zu inspiezieren schadet nicht, es ist aufschlußreich on sie bereits getauscht wurden oder nicht. Abschließend möchte ich noch gegen eine alte "Bauernregel" Einrede erheben wonach es wichtig sei ein Auto keinesfalls bei Regen zu besichtigen. Es ist aber umgekehrt, justament bei Regen zeigt sich ob ein /8er dicht oder undicht ist. Ein undichtes Exemplar wieder dicht zu bekommen wäre jedenfalls eine "Sysiphusarbeit". lesen Sie
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| © Fotos allgemein: siehe gesondertes Bildverzeichnis (Datei) | © Text und Fotos: Albrecht Pechinger, Wien, 3. Dez. 2007 |