
| Vorwort Ganze Bibliotheken wurden schon zur Frage geschrieben ob das Auto ein Fetisch, ein Mythos oder ein Fluch sei. Auf die Frage was Oldtimer für mich bedeuten antworte ich gerne, dass es in gewisser Weise Kunstwerke seien wie etwa Bilder, Industriekunstwerke eben wie auch historische Lokomotiven oder Bauwerke. Niemand würde heute den Eiffelturm schleifen lassen wollen, er ist zu Recht denkmalgeschützt. Autos sind freilich erheblich häufiger und viel alltäglicher, aber im Laufe der Zeit werden auch einige einst sehr gängige Typen allmählich rar. Kaum sieht man sie nicht mehr täglich im Stau stecken – mag man sie wieder. ![]() Bild 1: Die Vorgänger lassen schon ungefähr erahnen wie der "neue" aussehen könnte, Chefdesigner Paul Braq war noch für Daimler - Benz aktiv und seine Entwürfe erfolgreich, wie etwa der 250 S im Vordergrund. Die eigentlich entscheidenden Änderungen fanden sich vielmehr am revolutionär neuen Fahrwerk. Wer also der stolze Besitzer eines „klassisch“ gewordenen Autos ist kann damit auf seine Weise zur Auflockerung des Stadtbildes beitragen, wenn auch der Anspruch auf Denkmalschutz fehlt. Über die Frage was nun „klassisch“ ist und welches Auto als „Oldtimer“ gelten darf oder nicht scheiden sich die Geister ebenso wie über die Frage ob etwas als Kunst angesehen werden kann. Da diese Bewertung rein subjektiv ist überlasse ich es Ihnen diese Frage im Einzelfall zu beantworten. Exkurs: → Besichtigung eines 33jährigen Wagens |
Allen Klassikern und
Oldtimern ist gemeinsam, dass sowohl Besitz als auch Benutzung etwas
mehr
Sachverstand beansprucht als der Betrieb eines aktuellen
Alltagsfahrzeuges. Wer
eine reine Geldanlage darin sucht wird eine herbe Enttäuschung
erleben, denn
die Instandhaltung eines alt gewordenen Autos ähnelt sehr stark
jener eines
alten Gebäudes, beises sind permanente Baustellen, sei es nun durch
laufende
Reparaturen oder notwendige Instandhaltungsmaßnahmen. Eben diese
sind auch der Grund weshalb das eine oder andere Exemplar
länger in
Betrieb bleiben konnte und so der Schrottpresse entging. ![]() Bild 2: Serienbeginn des / 8 im Jänner 1968, daher die Bezeichnung Mercedes – Benz – Automobile werden zwar meist nicht direkt in die Schrottpresse geworfen weil sie vielfach noch eine Fülle an verwertbaren Teilen erhalten, besonders anhand der „Strich 8“ – Baureihe zeigt sich, dass die Nachfrage an gebrauchsfähigen Wagen dieser Typen sehr lange sehr hoch war, weshalb eine erstaunlich große Anzahl bis zum Erreichen jenes Zeitpunktes fahrbereit gehalten wurde als eine Totalüberholung fällig und unwirtschaftlich wurde. Zudem sind Mercedes generell sehr montagefreundlich gebaut und weisen nur wenige Bauelemente auf, die von den üblichen Normen abweichen. Für den „Einsteiger“ in das Genre klassisch gewordener Automobile sind sie somit prädestiniert. lesen Sie: ...... |
| © Foto: siehe gesondertes Bildverzeichnis (Datei) | © Text: Albrecht Pechinger, Wien, 2. Sep. 2007 |