Aufbau des
Fernsehempfängers
|
Wir
sehen
die Wirkungsweise des Fernsehempfängers in einer
grundsätzlichen Darstellung
(Bild 1). Die der Antenne entnommene Hochfrequenzenergie bei
der Wellen wird
in einem gemeinsamen Mischteil in langsamere, besser zu
verstärkende
Zwischenfrequenzschwingungen umgewandelt und nach entsprechender
Verstärkung
als Tonfrequenz dem Lautsprecher bzw. als Bildzeichen der
Braunschen Röhre
zugeführt. In Bild 3 und 4 sehen
wir
den Bildverstärker und den Tonverstärkerteil. ![]() Bild 4: Tonteil Außer dieser Ausführung eines Fernsehempfangsgerätes ist es natürlich denkbar, einen vorhandenen Rundfunk- empfänger durch ein Ultrakurzwellen - Vorsatzgerät zum Empfangen der Tonsendungen verwendbar zu machen. In diesem Falle hätte man, um Fernsehsendungen empfangen zu können, nur ein solches Vorsatzgerät und einen getrennten Bildempfänger ohne Tonteil zu beschaffen. Diese Möglichkeit ist auch bereits vorgesehen, und es wurde für diesen Zweck ein besonderes Ultrakurzwellen- Vorsatzgerät entwickelt. Wir sehen also, daß sich unser Rundfunkempfänger später auch sehr gut als Grundstock für den Aufbau einer Fernsehempfangsanlage verwenden läßt. ![]() Bild 5: Der Telefunken FE V von 1937 Auf der Deutschen Rundfunkausstellung Berlin 1936 wurde schließlich ein neu er Telefunken-Heim-Fernsehempfänger gezeigt, der die Typenbezeichnung FE V erhielt. Er hat gegenüber dem vorjährigen Gerät einen anderen Aufbau. Die Braunsche Röhre ist in diesem Gerät senkrecht mit dem Schirm nach oben eingebaut, und das ferngesehene Bild wird von der Frontseite des Gerätes aus in einem schräg gestellten Spiegel betrachtet, auf dem es ohne Verzerrung und seitenrichtig erscheint. Der neuartige Aufbau des Gerätes ermöglichte eine recht ansprechende Gestaltung des Gehäuses (Bild 5). Zunächst mußte das Bestreben in erster Linie darauf gerichtet sein, die Bildgüte weiter zu verbessern. Dazu ist, wie bereits erwähnt, eine Erhöhung sowohl der Bildpunkt- als auch der Bildwechselzahl notwendig. Eine Erhöhung der Bildpunktzahl auf der Senderseite ist bei Verwendung der mechanischen Bildabtastung mit Hilfe der Nipkow-Scheibe nicht möglich. Man mußte schon bei der 180-Zeilen-Methode die Scheibe, die 3000 bzw. 6000 Umdrehungen in der Minute ausführt und einen Durchmesser von 50 cm besitzt, im Vakuum laufen lassen, um den Reibungswiderstand auszuschalten. |
|||
zum
Inhaltsverzeichnis
|
||||
| EXIT |
| © Fotos: siehe gesondertes Bildverzeichnis (Quellenangaben) | © Text: Telefunken Funktechnik in Briefen, Berlin 1937 |