Testbericht eines
Spätgeborenen
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links: Sperrkreis als Zubehör zum Unter- drücken des Ortssenders |
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links: Transportkiste für einen VE 301Dyn der Firma Wega, man soll es nicht glauben, aber auch soetwas wird gesammelt |
Eines Tages verirrte sich doch ein Volksempfänger Typ 301Dyn mit intaktem Trafo zu mir und ich beschloß ihn zu reparieren, flugs wurden alle passiven Bauelemente gegen solche neuesten Baujahres ausgewechselt was relativ rasch ging, denn viele weist er ja nicht auf und spannend verfolgte ich den ersten Probebetrieb, der enttäuschend war aufgrund der doch schon sehr stark verbrauchten Röhren. Auch nach einigem Durchprobieren meiner Röhrensammlung ergab sich der Eindruck, dass der DKE fast gleichwertige wenn nicht sogar bessere Empfangsleistungen bringt. Lediglich die Tonqualität ist bei dem VE dank seines Lautsprechers besser, aber alles andere als gut.

Als Fazit bleibt mir das große Rätsel was so viele Sammler dazu bringt vergleichsweise Unsummen für eine billigst zusammengeschusterte Massenware auszulegen, die schon sehr bald nach dem Krieg als „nicht reparaturwürdig“ galt und dies nicht etwa wegen der Reichsrundfunk – Embleme.

Immer wieder taucht die Frage auf: Wieviel
soll man nun
eigentlich wirklich für einen Volksempfänger
ausgeben?
Normalerweise erzielen die VE in wirklich gutem Zustand rund €
100,00 aber wie viele sind schon gut erhalten, funktionsfähig
und
nicht verbastelt? Im Bild unten sieht man einen notdürftig
geflickten DKE und darin einen Trocken- gleichrichter anstatt der
Röhre VY2. (noch 1955 üblich)

Über die technischen Details gibt
ein Original –
Artikel von 1937/38 Aufschluß in dem alle VE und der DKE
recht
wortreich erklärt
sind, lesen Sie dazu ebenda .
zur Schaltung der
VE 301
| © Fotos: siehe gesondertes Bildverzeichnis (Liste) | © Text: Albrecht Pechinger, Wien, 28. Okt. 2007 |