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Vorbemerkung:
![]() Bild: VE 301 in Bakelit, es gab ihn auch mit Holzkasten Rechter Knopf für Rückkopplung und linker Knopf für die Antennenankopplung sozusagen als Lautstärken - "Regler" und der Knopf in der Mitte oben für die Abstimmung. Wellenbereich ist mit dem kleinen Knopf in der Mitte unten umzuschalten, Netzschalter ist hinten. ![]() Bild: Der recht große Freischwingerlautsprecher |
Der VE 301 W
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![]() Bilder: Wie bei Markengeräten gab es einen Prospekt... Änderungen im VE 301 Dyn: Bei
diesen beiden
Empfängertypen handelt es sich ebenso wie bei dem VE 301
W um einen Einkreis-3Röhrenempfänger, doch
ist die Schaltung in mehrfacher
Hinsicht nach neuzeitlichen Gesichtspunkten entwickelt und verbessert
und
dadurch der Empfänger in seiner Gesamtheit entsprechend
leistungsfähiger. Die
Schaltung des 1938 auf den Markt gekommenen VE 301 dyn. stimmt mit dem
im Jahre
1937 entwickelten VE 301 Wn mit Ausnahme des
Lautsprechers fast vollständig
überein. Beide Empfänger besitzen folgende
Bestückung: Ebenso wie
der VE 301 W
zerfällt dieser Empfänger
schaltungsmäßig
in HF- Teil mit Audiongleichrichtung, Endstufe und Netzteil. Der
wesentliche
Unterschied besteht darin, daß an Stelle einer
Eingiterröhre
eine HF- Pentode in
die Audionstufe eingesetzt ist. Die
höhere
Verstärkung dieser Mehrgitterröhre macht es
möglich, an Stelle
des Transformators eine einfache Widerstandskopplung zwischen Audion
und
Endröhre einzusetzen. Eine solche Widerstandskopplung ergibt
bekanntlich bei
außerordentlich einfachem Aufbau eine sehr
gleichmäßige Verstärkung des zu
verstärkenden Tonbandes und ist daher
klangmäßig vorteilhaft. Um die
Klangwirkung voll auszunutzen, wurde gleichzeitig ein
verbesserter
Lautsprecher (ebenfalls Freischwinger) verwendet, so
daß das Gerät im ganzen
gesehen eine merkliche Verbesserung der Wiedergabe erzielen
ließ. Auch der im
Eingang verwendete Spulensatz wurdewesentlich
vereinfach und
die beim VE 301
benutzten Luftspulen sind durch Eisenspulen ersetzt. Auch diese
Maßnahme
brachte Vorteile in bezug auf Verstärkung und
Trennschärfe. Gleichzeitig ergab
sich eine wesentliche Bedienungserleichterung dadurch, daß
ein Umstecken der
Antenne beim Uebergang von Mittel- auf Langwellenempfang nicht
mehr wie beim
VE 301 notwendig ist, sondern die Umschaltung einfach durch
Betätigen des
Spulenschalters erfolgen kann. Der VE 301 dyn. stellt
das
klangmäßig am weitesten entwickelte Gerät
der Gemeinschaftsserie dar. Die vorzügliche
Klangwirkung wird vor allem dadurch erzielt, daß an
Stelle eines
Freischwingerlautsprechers ein dynamischer Lautsprecher verwendet wird.
Der
dynamische Lautsprecher besitzt bekanntlich die Eigenschaft,
insbesondere die
tiefen Töne gut und klangecht wiederzugeben. Im
übrigen zeigt die Schal- tung
des Verstärkerteiles gegenüber der Schaltung
des VE 301 Wn keine Abweichungen,
der Netzteil dagegen mußte mit Rücksicht auf die
für die Erregung der
Feldwicklung des Lautsprechers notwendige zusätzliche
Leistung entsprechend
stärker dimensioniert werden. An Stelle der beim VE 301 Wn
verwendeten Gleichrichterröhre
RGN 354 wird beim VE 301 dyn die Zweiweggleichrichterröhre RGN
1064 benutzt,
deren beide Anoden parallel geschaltet sind, d. h. sie arbeitet als
Einweggleichrichter. Um für die Feldwicklung des dynamischen
Lautsprechers die
notwendige Stromstärke zu erzielen, ist hinter diese
Spule ein Belastungswiderstand
von 20 Ω parallel zum Empfängereingang
geschaltet, der einen Querstrom von 8
mA aufnimmt. Dadurch erhöht sich der beim VE 301 Wn
nur etwa 16 mA betragende
Empfängergesamtstrom auf 14 mA. Dieser Gesamtstrom wird zur
Erregung der
Feldwicklung verwendet, und zwar ist die Schaltung so
durchgeführt, daß die
Feldwicklung gleichzeitig als Siebdrossel des Netzteiles dient. Da der
durchfließende Strom ca. 24 mA beträgt und an der
Feldwicklung eine Spannung
von 140 V liegt, so ergibt sich daraus eine Erregerleistung von etwa
3½ Watt.
Die vom Gleichrichter gelieferte Gleichspannung muß
natürlich entsprechend hoch
sein und beträgt ca. 360 V. Da der Gesamtstrom beim VE 301
dyn. höher ist, so
wird der Widerstand, an dem die Gittervorspannung für die
Endröhre erzeugt
wird, und der beim VE 301 Wn 750 Ω betragen muß,
mit nur 450 Ω gewählt. ![]() Bild: Die mitgelieferte Betriebsanleitung |
![]() ....mit vielversprechenden Bildern und Preisliste In der Endstufe ist die RES 164 eingesetzt, die direkt mit Wechselstrom geheizt wird und daher parallel zur Heizwicklung ein sog. Brummpotentiometer erforderlich macht, mit dessen Hilfe ein künstlicher Spannungsnullpunkt geschaffen wird. An diesem künstlichen Nullpunkt treten trotz der an den Enden des Potentiometers vorhandenen Wechselspannung keinerlei Spannungsschwankungen auf, da die Spannungsänderungen an den Enden der Heizwicklung in bezug auf diesen Punkt jeweils entgegenwirken und sich damit aufheben. Das über den Gittereingangskreis am Chassis liegende Steuergitter ist daher in bezug auf die Heizwicklung gleichfalls von den Spannungsschwankungen befreit und auf diese Weise wird das Auftreten von Brummstörungen auf ein Mindestmaß herabgesetzt. Die
notwendige Gittervorspannung für
die
Endröhre wird an einem
Widerstand Ra erzeugt, der in der für die beiden
Verstärkerröhren gemeinsamen negativen
Anodenstromzuleitung liegt. Der gesamte Kathodenstrom der
beiden Röhren, der
durch diesen Widerstand fließt, erzeugt einen
Spannungsabfall, der über ein
Siebglied und über die Sekundärseite des NF-
Uebertragers an das Gitter der
RES 164 geführt wird und als negative Gittervorspannung wirkt.
Das Siebglied
R4C4 dient zur Glättung der am Widerstand Ra noch vorhandenen
pulsierenden
Gleichspannung. Im Netzteil
werden die notwendigen
Betriebsspannungen für die
Empfängerröhren erzeugt und zwar die Gleichspannungen
für die einzelnen
Elektroden und die Wechselspannungen zur Heizung der
Empfängerröhren. Dazu ist
zunächst der Netztransformator vorgesehen, der
durch eine entsprechende
Anzapfung der Primärwicklung 1 eine Anpassung des
Uebersetzungsverhältnisses
an Netzspannungen von 110, 125 und 220 Volt ermöglicht. In
allen diesen Fällen
wird an der Sekundärwicklung II durch entsprechend
angepaßte
Uebersetzungsverhältnis die gleiche Wechselspannung
erzeugt. Die Sekundärseite
besitzt 3 Windungen und zwar 2 Heizwicklungen von je 4 Volt,
von denen die
eine zur Heizung der Gleichrichtep röhre (IV), die zweite
(III) zur Heizung der
Empfän gerrÖhren dient, und eine
Hochspannungswicklung (II), die eine
Wechselspannung von ca. 300 Volt liefert. zur
Erläuterung der Schaltung des DKE →ein Volk ein Reich zwei Röhren →Deutscher Kleinempfänger 1938 →Zubehör und Details |
| © Fotos: siehe gesondertes Bildverzeichnis (Liste) | © Text: Albrecht Pechinger, Wien, 28. Okt. 2007 |