Details und Zubehör

Ergänzumgen

Bekannt ist, dass der Volksempfänger und der DKE möglichst einfach und billig sein sollten, deshalb waren sie nur für Mittel- und Langwellenempfang eingerichtet. Später kam noch das Verbot Auslandssender zu hören als Motiv dazu möglichst wenigen Volksgenossen Fernempfang zu ermöglichen. Umso mehr war es natürlich ein Anreiz für Bastler justament die Volksempfänger für Kurzwellen- empfang tauglich zu machen..

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Bild: Nur Zuchthaus? Das wäre noch milde gewesen, vielfach wurde hingerichtet

Ist Kurzwellenempfang mittels rückgekoppelten Einkreis - Zwei - Röhren - Audion überhaupt möglich?
Ja, es ist möglich aber in der Praxis kann man nur wirklich sehr starke Sender bekommen und diese sind heikel abzustimmen, bei starkem Fading scheitert der Einkreiser. Besser als gar nichts ist es um die Frage nach dem warum vorweg zu nehmen.

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Bild: Der Zusatzlautsprecher VL 34

Die Feindsenderhorer wurden entgegen anderslautender Gerüchte übrigens nur durch stolzes Herumerzählen ihrer Hörerfolge ausfindig gemacht. Somit konnte der Lohn für zähe Bastelarbeit gegen Kriegsende die Guillotine bedeuten.

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Sperrkreis
als Zubehör zum Unter- drücken des Ortssenders
   
Bild links:
Fertiger Supervorsatz für einen VE 301. Zusammen jedoch teurer als ein Selbstbau - Reflexsuper

Logischer war für Aufsteiger dem VE einen Supervorsatz zu spendieren um sich ein völlig neu konstruiertes Gerät zu ersparen. Teuer waren in den 30er Jahren vor allen Dingen die Röhren selber, hingegen Spulen, Kondensatoren und Widerstände schlugen geringere Lücken in das Budget. So kostete eine Röhre Typ RES 164, also die Endröhre der VE 301 ungefähr soviel wie eine Goldfüllfeder. Der Gegenwert in Euro wäre grob geschÃätzt € 100 aufwärts. Später, mit zunehmendem Fortschritt des Krieges waren sie so gut wie überhaupt nicht mehr oder nur ausnahmsweise lieferbar.

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Bild: Der Zusatz - Spulensatz für Kurzwellenempfang

Immer und immer wieder wurden in Fachzeitschriften Schaltungen veröffentlicht wie man den Volksempfänger oder den DKE verbessern könne, es gab sogar Vorschläge ihn zu einem Pendelaudion umzubauen. Allen diesen - teilweise sogar wirklich pfiffigen - Konstruktionen war insoferne eine natürliche Grenze gesetzt als auch die schönste Verbesserung bei verbrauchten Röhren nichts nützt. Doch woher in der 40er Jahren Röhren nehmen? Nach dem Krieg boten sich Restposten von Wehrmachtsröhren als Provisorium ohne Aussicht auf späteren Ersatz an. So interessant diese Umbauten auch waren - den Sammler interessieren gerade eben die verbastelten Geräte heute  normalerweise gar nicht

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Bild: Der DKE 1938 - Lautsprecher

Historisch wäre nur anzumerken, dass die beliebteste Sendung des Reichsrundfunkes das Wunschkonzert gewesen wäre aber die wichtigste die Luftschutzwarnungen waren, und um diese hören zu können war genügte jedweder Notbehelf.

→Ein Volk ein Reich zwei Röhren
→Der Volksempfänger VE 301
→Deutscher Kleinempfänger 1938
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© Fotos: siehe gesondertes Bildverzeichnis (Liste) © Text: Albrecht Pechinger, Wien, 28. Okt. 2007